DBS (ab 2007) Inspektionskosten und Versicherung

Modelljahr 2007-

Moderator: Aston Martin

Baker
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DBS (ab 2007) Inspektionskosten und Versicherung

Beitragvon Baker » Fr 26. Apr 2019, 19:19

Hallo,

ich habe bereits vor einigen Tagen ein Thema zum DBS (Bj. 2009) eröffnet mit der Frage, ob man lieber die Finger von einem 10 Jahre alten Aston lassen sollte und wie die Erfahrungen zum Besitz eines DBS sind. Das Fazit für mich daraus war, auf jedenfall Checkheft anschauen, die Reifen anschauen, die Bremsscheiben begutachten und die Carbon-Teile auf Unterbodenkratzer untersuchen. Wenn alles in Ordnung, dann dürfte der Wagen von einem Aston Martin Händler nach dem 140-Punkte Check keine größeren Probleme bereiten.

Für meine Planung möchte ich jedoch trotzdem ziemlich genau wissen, mit welchen Unterhaltskosten ich rechnen muss. Es geht nicht darum, dass ich mir dieses Auto nicht oder nur gerade so leisten kann (dann sollte ich tatsächlich ein anderes Auto in Erwägung ziehen :lol: ), sondern darum, dass ich immer sehr umsichtig mit meinen Finanzen umgegangen bin und damit auch sehr erfolgreich gefahren bin.

Es geht hauptsächlich um drei Punkte:

1. Die Inspektionskosten --> Der Verkäufer bei Royal Motors (Köln) meinte, ich solle bei der kleinen Inspektion mit 1500 +- 200 und bei der großen 3000 +-200 Euro rechnen. Das finde ich schon Hammer, vor allem da ich nicht weiß, ob es bei der Summe auch bleibt bzw. die Zahlen vom Händler sogar etwas geschönt sind.(Ich habe schließlich noch keine Erfahrung mit dem Besitz von Aston, fahre seither immer nur Mercedes). Es wäre super, wenn jemand mal konkrete Zahlen von seinen Inspektionen durchschnttlich preisgeben könnte.

2. Die Versicherung --> Hier meinte der Verkäufer, dass die Versicherung aktuell bei 3430 Euro für einen DBS liegt. Finde ich auch sehr viel, wenn man bedenkt, dass das Auto 10 Jahre alt ist und längst nicht mehr so einen hohen Zeitwert besitzt. Vor allem, weiß ich nicht wie sicher diese Versicherung ist, habt ihr Erfahrungen mit der Aston Martin Versicherung? Sollte ich bei Herrn Ressel mal persönlich nachfragen? Glaubt ihr, dass man da einen günstigeren Tarif erreichen wird? Bezüglich der Versicherung werde ich auch mal meinen Bekannten von der Aachen-Münchener ansprechen, ob er mir nicht ein gutes Angebot machen kann.

3. Die extended Warranty --> Hier meinte der Verkäufer was von 2000 Euro. Ich habe leider vergessen zu fragen, ob alle 12 Monate oder nicht? Im Internet habe ich gelesen, dass die Extended Warranty für 12 und 24 Monate abgeschlossen werden kann. Also wieviel kostet sie wirklich? Und würdet ihr sie mir empfehlen? Ich habe hier im Forum gelesen, wenn man bei Problemen auch mal eine 4 stellige Summe bezahlen kann, würde sie sich nicht lohnen bei jüngeren Fahrzeugen, der DBS ist nun mittlerweile ja schon 10 Jahre alt, was meint ihr?

ALso letztenlich möchte ich einfach genau einplanen können, was mich der Wagen tatsächlch kosten wird und ob es günstige Wege (z.B. bei der Versicherung oder Inspektionen) gibt um eventuell die Kosten zu senken.

Soo genug geschrieben :o , ich bin sehr dankbar, wenn jemand relevante Informationen hat.

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holgerk
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Re: DBS (ab 2007) Inspektionskosten und Versicherung

Beitragvon holgerk » Fr 26. Apr 2019, 20:38

Hallo Baker,

deine Zusammenfdassung der Checkliste passt - gut!

Wenn du vom Händler kaufst, hast du schon mal 1 Jahr Garantie. Danach kannst du die Garantie bis zum 15ten Lebensjahr des DBS für 2.800 € für 1 Jahr oder für 5.000 € für die Dauer von 2 Jahren verlängern. Dazu kommt noch eine von Aston Martin vorgeschriebene Durchsicht des Fahrzeugs durch den Händler, die mit ca. 400 € in Rechnung gestellt wird. Diese Durchsicht sollte noch vor Ende der bestehenden Garantieperiode durchgeführt werden, damit eventuell festgestellte Schäden noch unter Garantie repariert werden können - sonst gehst du das Risiko ein, dass Aston Martin die Reparatur nicht übernimmt weil der Schaden potentiell außerhalb der Garantie entstanden ist. Allerdings gab sich Aston Martin bisher in vielen Fällen sehr kulant.
Ich würde nach Kauf des Fahrzeugs es erstmal fahren und kennenlernen und dann vor Ende der Händlergarantie entscheiden, ob du in die Extended Garantie investieren willst (z.B. wenn du im ersten Jahr schon viele Probleme hattest und weitere zu erwarten sind).

Die in Köln genannten Kosten für die "kleinen" Inspektionen sind realistisch bis hoch. Die "Große" sollte meiner Meinung nach günstiger sein, denn es kommen doch alle 32tkm nur Luftfilterwechsel dazu, alle 5 Jahre Kühlwasserwechsel, und alle 112tkm Zündkerzenwechsel. Ich glaube alle 64tkm wird auch das Getriebe- und Differentialöl gewechselt. Wenn du keine Garantieverlängerung abschließt, wäre eventuell Koch's Garage als etwas kostengünstigere Alternative zu empfehlen. Bremsenbeläge sind natürlich je nach Fahrweise auch einzuplanen. Mit Garantieverlängerung bist du bzgl. der Inspektionen glaube ich an einen Vertragshändler gebunden.

Diese Autos sind schwierig zu versichern und Aston Martin hat mit helvetia und über Herrn Ressel eine gute pauschale Versicherungslösung für die Kunden vereinbart. Der Verkäufer nannte dir den Preis für den DB11. Ein DBS liegt in der Regel oberhalb der Versionen ohne "S". Nimm also am besten Kontakt mit Herrn Ressel auf, um hier für deinen gebrauchten DBS finale Klarheit zu schaffen - da gibt es immer Spielraum.

Viele Grüße!

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Lionel
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Re: DBS (ab 2007) Inspektionskosten und Versicherung

Beitragvon Lionel » Fr 26. Apr 2019, 23:20

Ich hab's damals ähnlich dem Hausbau gemacht und beim Unterhalt/Kapitalbedarf überall 25% aufgeschlagen ... und, für alle Fälle, noch ein paar Tausender "auf die Seite gelegt".

Ich wollte einen V8V roadster - unbedingt. Dass das Teil eine Sparbüchse ist/wird und IMO eine (sehr schöne) Geldvernichtungsmaschine ist wurde auch recht schnell klar; alleine die Telefonate mit "meinen Versicherungen" waren ... interessant. Ich habe es dann irgendwann sein lassen den neuen Wunschwagen mit meinen früheren "exklusiven (Fließband) Sportwagen" zu vergleichen - und einfach gekauft, bei Helvetia versichert und 1 Jahr Ext. Warranty abgeschlossen (Wagen war 2 Jahre alt beim Kauf).

Sodele. Zu den Punkten:
zu 1) realistisch bis oberhalb vom Median; gemessen an den Zahlen die ich vom V8 kenne
zu 2) Mit Hr. Ressel sprechen und abklären was (individuell) machbar ist. Oder mit einem aus der Versicherungsbranche "so" zu sein.
zu 3) Ext. warranty ist eine "Versicherung". Kannste machen, oder auch nicht. Kann sich rechnen, oder auch nicht. In wie weit die Gewährleistung vom Händler ausreicht? Wer weiß!

Sparpotiential:
- Auf jährlichen Service verzichten wenn Laufleistung <10 tkm (oder so)
- (und) auf Scheckheft verzichten wenn grober Service bei freien Werkstätten gemacht wird.
- Karosseriearbeiten ggf. in England erledigen lassen; schöner Urlaub inklusive.

Bin gespannt wie sich das Projekt entwickelt.


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