Korrosion am rear frame

Lack, Lackaufbau, Metallbearbeitung, Galvanik, Holraumkonservierung

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tp147
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Korrosion am rear frame

Beitrag von tp147 »

Hallo zusammen,

wie jedes Jahr nehme ich einmal die Räder ab und reinige, bzw inspiziere die Radhäuser.
letztes Jahr ist es mir wohl wegen der "dunklen" Garage nicht aufgefallen, aber jetzt:

Hinten rechts am Subframe hat sich Rost gebildet:
image1.jpeg
image1.jpeg (1.91 MiB) 883 mal betrachtet
Ich hab da erstmal ein bisschen Balistol drangesprüht...

Gibt es da eine Empfehlung, was zu tun ist?
Den Frame ausbauen, strahlen und neu Lacken, einbauen und Achsvermessung ist mir grad zu viel :)

Danke & Gruß
Thorsten
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Monteverdi
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Re: Korrosion am rear frame

Beitrag von Monteverdi »

Wie alt ist Dein Wagen? Je älter die Wagen werden, desto wichtiger ist die Pflege auch von unten - obschon Alu etc.
Habe über die Jahre immer wieder Teile an meinem N400 (2008) am Unterboden gereinigt, gefettet (Polfett) oder dünn mit Wachs eingesprüht - z.T. präventiv oder leichten Rost entfernt . . . . und einige verrostete Muttern gegen SS getauscht.
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tp147
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Re: Korrosion am rear frame

Beitrag von tp147 »

Moin,

Das Auto ist BJ 2012, hat aber über ein Jahr im Showroom gestanden und diente wohl auch als Vorführfahrzeug vermute ich. Seit April 2014 war es dann vier Jahre beim Erstbesitzer und wohl auch im Winter wenn man einen Blick auf die Querlenker wirft.
Seit 2018 in meinem Besitz und nicht mehr bei Schnee und Eis im Einsatz, da Freizeitvergnügen.

Wie gesagt werden regelmäßig Unterboden und Radhäuser gereinigt. Schrauben und ähnliches behandle ich mit CARAMBA "Bremsen Service Spray". Das ist ein recht haftendes silbriges Fett wie man an dem Bolzen auf dem Bild sehen kann.
Die Flächen (Alu & Kunststoff) und Achsteile "imprägniere" ich SONAX BSD (Brilliant Shine Detaillier). Eigentlich für den Lack eine art Sprühwachs mit guter Standzeit. Jedenfalls haftet kein Staub dran und Wasser perlt schnell ab.

Vor der nächsten Winterruhe werde ich dann noch mal die Räder und wohl auch mal die Radhäuser demontieren und die entdeckte Roststelle mit meinen einfachen Mitteln in der Garage mit Dremel, Chemie und Sprühdosenlack bearbeiten.

Was ist mit "SS" im Tausch gegen verrostete Muttern gemeint?

Da taucht bei mir die Frage auf, auf welche Stellen muss man noch bezüglich Korrosion achten?

Danke & Gruß
Thorsten
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Monteverdi
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Re: Korrosion am rear frame

Beitrag von Monteverdi »

Hallo Torsten,

bzgl. Deiner Frage, auf was man sonst noch achten muss: kann ich leider nicht genau sagen, einfach regelmäßig nachschauen - insbesondere, wenn der Wagen auch im Winter bewegt wird oder wurde.

btw: SS = Stainless Steel

VG!
Monteverdi


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tp147
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Re: Korrosion am rear frame

Beitrag von tp147 »

Monteverdi hat geschrieben: Di 4. Mai 2021, 19:01 Hallo Torsten,
...

btw: SS = Stainless Steel

VG!
Monteverdi
... das habe ich befürchtet!
Du weist, das Edelstahl deutlich geringere Scher- und Zugfestigkeit hat? Kaum mehr als Alu!
Soweit ich gesehen habe sind an den Achsen 10.9 Schrauben verbaut.

Ich kenn mich nicht so genau aus, aber A2L-70 entspricht ungefähr 8.8 Schrauben. Das sind die Festesten die ich kenne mit 800N/mm2, 10.9 hat schon 1000N/mm2.
Kommt auch noch auf die Legierung mit Kohlenstoffanteilen und Chemiebeständigkeit A3 oder A4 usw. an - kompliziert irgendwie...

Und dann noch die Kontakkorrosion ...

Gruß
Thorsten
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Monteverdi
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Re: Korrosion am rear frame

Beitrag von Monteverdi »

tp147 hat geschrieben: Di 4. Mai 2021, 23:16
Monteverdi hat geschrieben: Di 4. Mai 2021, 19:01 Hallo Torsten,
...

btw: SS = Stainless Steel

VG!
Monteverdi
... das habe ich befürchtet!
Du weist, das Edelstahl deutlich geringere Scher- und Zugfestigkeit hat? Kaum mehr als Alu!
Soweit ich gesehen habe sind an den Achsen 10.9 Schrauben verbaut.

Ich kenn mich nicht so genau aus, aber A2L-70 entspricht ungefähr 8.8 Schrauben. Das sind die Festesten die ich kenne mit 800N/mm2, 10.9 hat schon 1000N/mm2.
Kommt auch noch auf die Legierung mit Kohlenstoffanteilen und Chemiebeständigkeit A3 oder A4 usw. an - kompliziert irgendwie...

Und dann noch die Kontakkorrosion ...

Gruß
Für Verschraubungen an Achsen, Stoßdämpfern etc. mit vorgegebenen Festigkeitsklassen kann man natürlich keine x-beliebigen SS Schrauben/Muttern nehmen. Wenn ich diese mit org. Teilen aus Vergütungsstahl (meist galv. verzinkt u. blau chromatiert) an meinen Wagen ersetzten musste - z.B. bei Achsüberholungen, habe ich sie immer mit Kupferpaste eingesetzt, wodurch sich u.a. auch Kontaktkorrosion a.G. der Spannungsreihe Edelstahl / Aluminium unterbinden läßt.
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